10 Jahre «European Open» der Schweizer Facettierer-Gilde
7. Juli 2026
Die Facettierer-Gilde Schweiz lädt Facettiererinnen und Facettierer aus aller Welt zur Teilnahme an den European Open 2026 ein, die sich in diesem Jahr dem Themen-Stein Topas widmen. Der traditionsreiche Wettbewerb bietet die Gelegenheit, das eigene Können einem internationalen Publikum zu präsentieren und sich mit den besten Schleifern Europas und darüber hinaus zu messen. Die eingereichten Steine werden im Rahmen der Munich Show ausgestellt und von den Messebesuchern bewertet.
Teilnahmeberechtigt sind sowohl Hobby- als auch Profischleifer; pro Person darf ein Stein eingereicht werden. Zugelassen sind facettierte Steine entsprechend den Vorgaben der Ausschreibung. Die Bewertung erfolgt nach dem Prinzip «Gefällt mir», wodurch Kreativität, Präzision und die Wirkung des Steins im Mittelpunkt stehen.
Auf die Gewinner warten Medaillen, Urkunden sowie Geldpreise für die ersten drei Plätze. Darüber hinaus bietet der Wettbewerb die Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen und die eigene Arbeit einem fachkundigen Publikum vorzustellen.
Wichtig: Die Anmeldung und Einsendung der Wettbewerbssteine müssen innerhalb der in der offiziellen Ausschreibung genannten Fristen erfolgen, vom 10. September bis 10. Oktober 2026. Wer seine Schleifkunst unter Beweis stellen und Teil einer einzigartigen internationalen Facettierer-Community werden möchte, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen.
Die genauen Teilnahmebedingungen, das Wettbewerbsthema sowie sämtliche Deadlines sind der offiziellen Ausschreibung der «European Open 2026» zu entnehmen.
Zur AusschreibungÜber die Schweizer Facettierer-Gilde
Die Facettierer-Gilde Schweiz wurde im Januar 2016 als Verein nach schweizerischem Vereinsrecht gegründet. Vorgängig haben sich einige Facettierer seit Jahren monatlich zu einem Stamm zum Austausch von Erfahrungen und Wissen, zur Pflege und Förderung gemeinsamer Interessen am gemeinsamen Hobby «Edelstein-Facettieren». Auch wurden Workshops veranstaltet, an denen z.B. ein facettierter Edelstein bearbeitet wurde oder man sich mit Zeichnungs-Programmen auseinandersetzte. Natürlich wurde dabei auch die Geselligkeit gepflegt und so wurde an einem solchen Anlass zum Abschluss ein Gläschen Prosecco genossen. Dieser Tropfen war in einer blauen Flasche gereift und gelagert und so kam ein Teilnehmer auf die Idee, man könnte auch mal Flaschenglas facettieren.
Da Facettierer grundsätzlich kreative Menschen sind, sollte es nicht nur bei dieser Idee bleiben, sondern es sollte was Besonderes werden, z.B. dass man die zu erstellenden Werke wettbewerbsmässig beurteilt. So wurde beschlossen, dass auf ein nächstes Treffen in Villingen-Schwenningen, wo sich seit einigen Jahren Facettierer aus München, aus dem süddeutschen Raum und der Schweiz an einem Wochenende zum Wissens- und Erfahrungsaustausch trafen, ein solcher Wettbewerb durchgeführt werden soll. Da ein Flaschenglas als Bearbeitungsobjekt verlangt wurde, erhielt dieser Wettbewerb den Namen «Bottle-Contest». Die Bewertung erfolgte durch die Teilnehmer am Facettierertreff unter dem Motto «was gefällt mir am besten». 22 Teilnehmer haben ihre fantasiereichen Schliffe eingereicht.
Angestachelt durch diesen Erfolg beschloss die Schweizer Facettierer-Gruppe inskünftig weitere Wettbewerbe auszuschreiben. Um diesem Unterfangen eine Trägerschaft zur Verfügung zu stellen, beschloss man einen Verein «Facettierer-Gilde Schweiz» zu gründen. In den kommenden Jahren wurden weitere Wettbewerbe im gleichen Rahmen unter dem Namen «European-Open» organisiert, wobei jeweils nur das Material vorgeschrieben wurde, und zwar abwechseln zwischen natürlichen Steinen (Quarz 2016 und Topas 2018) und Synthesen (Cubic Zirkonia 2017).
2019 stellte Munich Show der Facettierer-Gilde erstmals einen Stand zur Verfügung. Die ersten «European Open» hatten den Thema-Stein «Synth. Spinell». Als Jury amteten die Standbesucher, wobei sie 5 Steine mit Punkten von 1 – 5 bewerten konnten. Es wurden 18 Steine eingereicht und es zeigte sich nachdrücklich, wie vielfältig das Facettieren ist. Der Wettbewerb konnte sich seither als fester Bestandteil der Munich Show etablieren, so dass 2025 bereits 91 Steine eingereicht wurden.